Abkürzungen auf dem Physiotherapie-Rezept verstehen

 

Auf einem Rezept für Physiotherapie stehen oft verschiedene Kürzel. Sie geben Hinweise auf Diagnose, Versicherungsstatus und verordnete Therapieform.

 

Wichtige allgemeine Abkürzungen sind:

  • VO – Verordnung, also die ärztliche Anweisung für die Behandlung
  • GKV – Gesetzliche Krankenversicherung
  • ICD-10 – Internationale Klassifikation medizinischer Diagnosen

 

Häufige Kürzel für Therapieformen

Neben diesen allgemeinen Abkürzungen, die oben beschrieben sind, gibt es noch einige Kürzel auf so einer Verordnung, die für die normalen Patientinnen und Patienten auf den ersten Blick wie Fachjargon wirken. Im Folgenden findest Du die wichtigsten Abkürzungen und Siglen auf Deiner Verordnung im Überblick erklärt:

 

  • KG – Krankengymnastik
    Gezielte Übungen, funktionelles Training, Edukation und je nach Situation ergänzende passive Maßnahmen
     
  • KGG – Krankengymnastik am Gerät
    Training an speziellen Geräten, häufig zum gezielten Kraft- und Belastungsaufbau
     
  • MT – Manuelle Therapie
    Spezielle physiotherapeutische Behandlung durch Therapeutinnen und Therapeuten mit Zusatzqualifikation
     
  • MLD – Manuelle Lymphdrainage
    Sanfte Behandlung zur Entstauung bei lymphatischen Beschwerden oder Schwellungen
     
  • CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion
    Therapie bei Beschwerden im Bereich des Kiefergelenks und der umliegenden Muskulatur
     
  • FBL – Funktionelle Bewegungslehre
    Analyse und Verbesserung von Bewegungsmustern
     
  • BOB – Bobath-Therapie
    Behandlungskonzept für neurologische Patientinnen und Patienten
     
  • Vojta – Vojta-Therapie
    Spezielle Reflexlokomotionstherapie bei neurologischen oder motorischen Störungen

 

Wer unsicher ist, welche Verordnung auf dem Rezept steht oder welche Therapieform sinnvoll ist, sollte die Angaben gemeinsam mit der Physiotherapeutin oder dem Physiotherapeuten besprechen.